Weihnachtsbrief der CDU

Weihnachtsbrief der CDU
18.12.2020

Besinnliche Gedanken an Weihnachten

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger, liebe Mitglieder,

niemand hat sich im vorherigen Jahr mit dem Gedanken beschäftigt, dass das Jahr 2020 und das diesjährige Weihnachtsfest durch ein Virus so stark beeinflusst und verändert wird, wie es aktuell gegeben ist. Seit März diesen Jahres hat die Corona-Pandemie die Wirtschaft und das Leben in Deutschland und der ganzen Welt mehr oder weniger zum Stillstand gebracht. Gewohnte Abläufe und Gepflogenheiten wurden durchbrochen, das Leben wurde verändert!

Auch unsere ländlichen Gemeinschaften leiden unter dieser Pandemie. Gasthöfe, Restaurants, Pflegeheime, Schulen und Kindertagesstätten sind oder waren vorübergehend geschlossen. Familienfeiern, Schützenfeste oder auch Karneval oder andere Aktivitäten sind ihr zum Opfer gefallen. Der Besuch der Gottesdienste ist nur sehr eingeschränkt möglich. Es finden Fußballspiele ohne Zuschauer statt. Diese Liste der Veränderungen und Streichungen könnten wir endlos erweitern!

Welches Elend das Virus in viele Familien, nicht nur bei uns, sondern auf der ganzen Welt gebracht hat und noch bringen kann, können viele von uns nur erahnen. Noch immer werden Menschen durch Corona aus dem Leben gerissen und erleben das Weihnachtsfest nicht mehr. Vor diesem Hintergrund werden wir in diesem Jahr das Weihnachtsfest anders feiern als zuvor.  Mit Rücksicht auf unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger sind wir hierzu auch verpflichtet. Nicht die von der Politik erlassenen Regeln, sondern das Verhalten jedes Einzelnen führt dazu, das Virus zu besiegen und in die "Normalität" zurückzukehren.

Die verantwortlichen Politiker haben mit großem Einsatz alles getan, um die Krise in den Griff zu bekommen. Angesichts des neuen Rekordstands bei den Corona-Infektionen sind schärfere Einschränkungen des öffentlichen Lebens unumgänglich gewesen. Aktuell konnte die Politik zu keinem anderen Urteil kommen: Wir mussten jetzt handeln – schnell, klar und konsequent. Wir brauchen den harten Lockdown, um für 2021 wieder eine Perspektive zu haben. Es ist das unmissverständliche Signal an alle: Wir müssen jetzt alle für einige Zeit gemeinsam auf Liebgewonnenes und Gewohntes verzichten, um das Wichtigste zu bewahren - das Leben unserer Nächsten und Liebsten.

Noch haben wir es selbst in der Hand, zumal es mit dem Corona-Impfstoff perspektivisch Hoffnung auf Normalität gibt. Angesichts der täglichen Erhöhung der Infektions- und Todeszahlen ist es das Gebot der Stunde, Kontakte jetzt zu reduzieren, wo es nur geht - auch und besonders, um unsere Familien und Ältere oder Schwächere zu schützen. Sicherlich ist ein Lockdown mit spürbaren Einschränkungen jedes Einzelnen sowie der Wirtschaft oder der Gastronomie verbunden, dessen ist sich die Politik sehr bewusst.

Aber wir mussten jetzt handeln und nicht erst zum Jahresende. Genau deshalb ist diese Regierung eine Regierung des Rechts: Sie muss zu jedem Zeitpunkt begründen, dass die getroffenen Maßnahmen der Lage angemessen, sprich verhältnismäßig, sind. Grundrechtseingriffe bedürfen stets der sorgfältigen und rechtsstaatkonformen Prüfung und Abwägung.

Weihnachten wird dieses Jahr ein anderes sein. Auch wenn die Maßnahmen an den drei Feiertagen zulassen, dass wir engste Familienmitglieder sehen können, müssen wir alle verantwortungsvoll bleiben. Deshalb der Appell an uns alle: So viele Kontakte vermeiden wie möglich. Auch und gerade, damit wir alle ein schönes Weihnachten verbringen können.

Ein funktionierender Sozialstaat und eine gute medizinische Versorgung hat bis jetzt dazu geführt, dass uns noch nichts "Schlimmeres" ereilt hat. An dieser Stelle sagen wir allen großen Dank, die bis zur Erschöpfung in Krankenhäusern, Pflegeheimen und in anderen Bereichen gegen das Virus und für die Menschen gekämpft haben.

Wir sehen aber auch, wie eine solche Krise den Boden bereitet für diejenigen, die die Demokratie und unseren Rechtsstaat in die Knie zwingen wollen. Die „Querdenker“ bieten hier eine Plattform für Feinde der Demokratie.

Daher erachten wir es für notwendig, dass die Demokratie eine stabile Basis hat. Dazu zählt auch unser CDU-Gemeindeverband. Durch eine Mitgliedschaft in der CDU oder einer anderen demokratischen Partei trägt man mit dazu bei, dass die Demokratie auf festen Füssen steht. Die letzten Wochen waren oftmals geprägt von Diskussionen und teilweise auch Behauptungen in den Sozialen Netzwerken, welche jeglicher Grundlage entbehrten. Es sind sicherlich nicht alle Entscheidungen zur Zufriedenheit Einzelner getroffen worden, dennoch galt unser Interesse, dem demokratischen Verständnis im Rahmen von Mehrheiten Rechnung zu tragen. Daher ist es uns wichtig, dass jeder selbst einen Beitrag leisten kann und sich nicht darauf verlassen sollte, dass sich andere für den Bestand der Demokratie einsetzen.
Auch kritische Worte oder auch Verständnisfragen gehören dazu. Bitte sprechen Sie uns hierzu an oder schreiben Sie uns unter info [at] cdu-weilerswist.de. Stimmungsmache und "Fake-News" in unterschiedlichen Netzwerken führen sicherlich nicht zu einer Klärung, sondern befeuern eher die oftmals ohnehin angespannte Situation.

Mit einem hoffnungsvollen Blick in Richtung 2021 wünschen wir Ihnen und Ihren Familien daher ein gesegnetes und besinnliches Weihnachtsfest und ein hoffentlich glückliches neues Jahr, das uns wieder die Möglichkeit zu vielen Begegnungen bietet.

Mit vorweihnachtlichen Grüßen

Ihr CDU Gemeindeverband Weilerswist



(DS)